In einem früheren Blog-Eintrag habe ich die Herausforderung der Transparenz beschrieben. Wie erhalten die Projektmitglieder einen Überblick, was noch zu tun ist und was bereits getan wurde, um ihre nächsten Aufgaben selbstverantwortlich zu identifizieren, zu planen und mit den Betroffenen abzustimmen? Eine geeignete Werkzeugkombination möchte in diesem Eintrag vorstellen.
Jira
Jira ist ein Werkzeug, mit dem Sie die täglichen Aufgaben priorisieren, zuweisen und nachverfolgen können. Aufgaben können von unterschiedlichem Typ sein: Aktuelle Themen, Arbeitspakete, Probleme, konkrete Arbeitsschritte, etc. Jede Aufgabe durchläuft einen Arbeitsablauf, den Sie selbst festlegen können (z.B. geplant -> in Arbeit -> erledigt). In Jira organisieren Sie Aufgaben nach Teams, Releases, Iterationen.
Das Werkzeug ist sehr mächtig. Für meine Begriffe fast schon zu mächtig. Da Sie Jira jedoch nahezu beliebig an Ihre eigenen Arbeitsprozesse anpassen können, lässt sich der funktionale Überfluss gut bewältigen.
Für Jira gibt es zwischenzeitlich schon eine Fülle an Erweiterungen. Eine dieser Erweiterungen hat der Hersteller Atlassian im Juni kurzerhand in das eigene Produktportfolio aufgenommen:
GreenHopper
Mit GreenHopper erhält Jira nützliche Zusatzfunktionen für eine agile Methodik: Agile Teams arbeiten oft mit Kärtchen an Whiteboards oder Pinnwänden, die die zu erledigenden Aufgaben repräsentieren. Die Kärtchen werden umgehängt, wenn sich der Status der jeweiligen Aufgabe verändert. Eine entsprechende Methodik bespreche ich in einem der kommenden Blog-Einträge. Mit GreenHopper wird diese Darstellung für verteilte Teams verfügbar.
Mit GreenHopper werden Jira-Aufgaben als “Kärtchen” visualisiert. Diese können beispielsweise auf einer “Planungstafel” (Planningboard) angeordnet werden, um zu visualisieren, wann welche Aufgabe eingeplant ist. Unterschiedliche Aufgaben-Typen werden dabei durch verschiedene Farben repräsentiert.
Für die tägliche Aufgabenplanung und -steuerung gibt es ein “Aufgabentafel” (Taskboard). Darauf wird der Arbeitsprozess in Spalten visualisiert (z.B. To Do, In Progress, Done). Die Kärtchen lassen sich per Drag and Drop verschieben, wodurch sich der Status der korrespondierenden Aufgabe verändert.
Abgerundet wird das Produkt durch das Chartboard. Eine Übersicht von agilen Projektmetriken wie z.B. Burndown oder Burnup Charts. Informationen zur Bedeutung dieser Diagrammtypen finden Sie z.B. hier.
Auf den ersten Blick scheint Atlassian hier ein glücklicher Zukauf gelungen zu sein. Da ich selbst noch keine Erfahrung mit dieser Produktkombination habe, freue ich mich auf Rückmeldungen von Ihnen.
Viel Erfolg!


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