Projektmanagement-Schmiede: Soziale Kompetenz – Eine Nachlese

Projektmanagement-Schmiede: Soziale Kompetenz – Eine Nachlese

pm-schmiede-logoSoziale Kompetenz im Projektmanagement: Dieses Themenfeld versprach genügend Diskussionsstoff für einen zweitägigen Workshop, der am 12. und 13. November stattfand. Die Organisatoren wollten mit der pm-Schmiede eine internationale Arbeitsplattform etablieren, “um komplexe Herausforderungen im Projektmanagement zu lösen und effiziente als auch effektive Methoden zur praktischen Anwendung zu entwickeln”. Ich für meinen Teil kann sagen, dass sich die Teilnahme gelohnt hat und der erste Schritt getan wurde, um diesem Ziel näher zu kommen. Wer den Termin versäumt hat, darf sich schon auf den nächsten freuen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Das Programm

Rund um das Themenfeld “Soziale Kompetenz im Projektmanagement” gab es Impulse aus der Forschung und der Praxis. Das Highlight war dann auch Professor Dr. Ewald Krainz, Autor des Buches “Projektmanagement – Eine Anwort auf die Hierarchiekrise?”. In seinem Impulsvortrag hat er das weite Feld der sozialen Kompetenz strukturiert und für den Workshop bearbeitbar gemacht. Die weiteren Fragestellungen der Referenten:

  • Wie kann ich ein Persönlichkeitsmodell für die Zusammenstellung meiner Teams nutzen?
  • Wie gehe ich mit schwierigem Verhalten im Projekt um?
  • Wie setze ich Projektmanagement-Pläne zur Kommunikation ein?
  • Ist allein die Kompetenz des Projektleiters ausschlaggebend für den Projekterfolg?
  • Welchen Stellenwert hat die Moderation in der Führung von Projektteams?
  • Wie finde ich Lösungen in emotional aufgeladenen Situationen?
  • Wie finde ich geeignete Kandidaten für die Rolle des Projektleiters?

Die Zusammenstellung bot für jeden Teilnehmer etwas. Es fanden immer zwei Sessions gleichzeitig statt, so dass man stets die Auswahl zwischen zwei Themen hatte.

Das Format

Jedes Thema wurde in einem zweistündigen Block erarbeitet. Je nach Referent gab es mehr oder weniger Input. Der Rest der Zeit wurde für die gemeinsame Fallbearbeitung, Diskussion oder Reflexion verwendet. Hier machte sich auch die größte Herausforderung für die Referenten bemerkbar: Wieviel Freiraum für die Bearbeitung ist erforderlich? Wieviel Input benötigt die Gruppe? Da der Teilnehmerkreis in Bezug auf die individuelle Erfahrung sehr heterogen war, war es nicht einfach, hier den richtigen Weg zu finden. Referenten, die die Diskussion sehr offen hielten, stießen auf Abwehr bei den weniger erfahrenen Teilnehmern, während Referenten, die viel Input gaben, diejenigen, die sich im Thema bereits auskannten, eher ausbremsten.

Hier würde ich den Organisatoren empfehlen, den Input tatsächlich auf die geplanten 20 Minuten zu begrenzen (bzw. ein Minimum von 20 Minuten zu fordern), um genügend Struktur und Zeit für die Themenbearbeitung zu geben. Die meiste Energie entstand, als die Teilnehmer ihre eigenen Fälle zur Bearbeitung in Kleingruppen einbrachten. Hier sollte der Schwerpunkt bei der nächsten Veranstaltung liegen.

Der Seminarrahmen

Die PM-Schmiede fand im Alpenhotel Speckbacherhof statt. Idyllisch gelegen bietet es eine wunderbare Aussicht auf die Tiroler Bergwelt. Für die Teilnehmeranzahl (etwa 40 fanden sich ein) waren die Seminarräume sehr gut geeignet. Für das leibliche Wohl war reichlich gesorgt.

Fazit

Die Veranstaltung hat sich für den Großteil der Teilnehmer gelohnt, wie ich aus diversen Gesprächen entnehmen konnte. Dies sollte die Veranstalter ermutigen, den Weg weiter zu gehen. Wenn sie noch ein wenig an der Struktur und an den Rahmenvorgaben für die Referenten feilen, dürfte die PM-Schmiede einen festen Platz im Terminkalender vieler Projektmanager erhalten.

1 Comment

  1. 14.09.2010 at 09:40

    [...] dieses Jahr gibt es wieder eine pmSCHMIEDE. Ich habe die Veranstaltung im vergangenen Jahr besucht (Nachlese 2009) und sie als Bereicherung für den Projektalltag empfunden. Die pmSCHMIEDE ist als internationale [...]

    Reply »

Leave a Comment

We would be glad to get your feedback. Take a moment to comment and tell us what you think.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>