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Dialogisch oder Hierarchisch zum Projekterfolg?

Sandy Heierbacher, Geschäftsführerin der National Coalition for Dialogue & Deliberation, schreibt: „Dialogue and deliberation are dynamic processes that can build and strengthen relationships, bridge gaps, resolve conflicts, generate innovative solutions to problems, inspire collaborative action, and more”. Gerade in Projekten, in denen eine Vielzahl unterschiedlicher Meinungen zu einem gemeinsamen Ganzen beitragen, sehe ich das als Erfolgsfaktor. In Projekten sollte es nicht darum gehen, zu debattieren, um zu gewinnen und seine eigene Meinung durchzusetzen, sondern darum, eine gemeinsame Basis zu finden, um Annahmen zu hinterfragen, zu verbessern und vielfältige Sichten zu integrieren.

Wenn es darauf ankommt, dass Menschen sich aktiv engagieren, hilft dialogische Führung dabei, sie aktiv in den Entscheidungsprozess einzubinden. Im Dialog teilen Menschen ihre individuellen Ansichten und Erfahrungen. Es kommt dabei weniger darauf an, zu bewerten oder sofort Entscheidungen zu treffen, sondern Vertrauen aufzubauen und sich für Ansichten zu öffnen, die sehr unterschiedlich zu den eigenen sind. In der gemeinsamen Beratung werden dann Argumente gegeneinander abgewogen, um gemeinsam Entscheidungen herbeizuführen. Statt Macht, Druck oder hierarchische Stellung einzusetzen, um Entscheidungen zu fällen, ist gemeinsame Beratung darauf ausgerichtet, alle Meinungen gleich wichtig zu behandeln, alle relevanten Fakten zu berücksichtigen und alle Alternativen sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

Eine Zusammenfassung zur Dialogischen Führung finden Sie in der folgenden Präsentation:

Folgende Grundelemente für Dialogische Führung scheinen mir wichtig:

  • Dialog und Beratung vorbereiten. Thema und beteiligte Personen identifizieren. Teilnehmer festlegen und mit Informationen über die unterschiedlichen Standpunkte und den Prozess versorgen.
  • Das Gespräch eröffnen. Der Prozess wird so eröffnet, dass sich die Teilnehmer eingeladen und gut vorbereitet fühlen.
  • Gemeinsame Regeln vereinbaren. Regeln wie „Höre sorgfältig und mit Respekt vor der sprechenden Person zu“, „Zu einer Zeit spricht nur eine Person,“ oder „Trachte danach, zu verstehen und nicht zu überzeugen“ schaffen eine sichere und vertrauensvolle Atmosphäre, um die Sichtweisen wirklich aller Teilnehmer kennen zu lernen.
  • Individuelle Erfahrungen und Standpunkte teilen. Reihum erzählt jeder Teilnehmer seine Geschichte, wie die Themenstellung sich konkret in seiner Alltagspraxis auswirkt. Das Erzählen von Geschichten rückt den menschlichen Aspekt in den Vordergrund. Dadurch entsteht gegenseitiges Vertrauen und ein Gefühl der Gemeinschaft. Es fällt leichter, die Dinge aus der Sicht der anderen zu sehen. Besonders wichtig ist dieser Prozess, wenn die Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen kommen, unterschiedliche Erfahrung mit dem Thema haben oder sich noch unwohl fühlen. Anders ausgedrückt: wenn sie außerhalb des „gewohnten Umfelds“ sprechen.
  • Das Spektrum der Sichtweisen erfassen. Dialog und Beratung leben von unterschiedlichen Sichtweisen. Mindestens drei oder vier Unterschiede sind notwendig, damit sich eine Gruppe darüber unterhalten kann, wo es Gemeinsamkeiten gibt. Es ist auch wichtig, sich mit unpopulären Positionen auseinanderzusetzen.
  • Analyse und kritische Auseinandersetzung. Charakteristisch für die gemeinsame Beratung sind kritisches Zuhören, fundierte Argumentation und sorgfältiges Entscheiden. Der Prozess ist wichtig, um die Kosten und Konsequenzen aller Optionen kennen zu lernen. Es ist erforderlich, die mit den Optionen verbundenen unbewussten Emotionen zu durchlaufen.
  • Konkrete Maßnahmen oder Empfehlungen vereinbaren. Wenn der Prozess keine greifbaren Ergebnisse liefert, führt dies bei den Teilnehmern zu Unzufriedenheit und dem Gefühl, ihre Zeit verschwendet zu haben. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, konkrete Maßnahmen zu vereinbaren oder Empfehlungen zu formulieren: Die Teilnehmer sehen, welche Auswirkungen ihre Beiträge haben oder welchen Beitrag sie selbst leisten können.

Was fällt Ihnen dazu noch ein? Ich freue mich auf Ihr Feedback!

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von Jürgen Rohr · in Allgemein · Kommentare (0)
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