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10 Tipps, um Organisationsprojekte erfolgreich gegen die Wand zu fahren


Ich muss gestehen: Für mich gibt es kaum etwas beeindruckenderes als eine funktionierende Organisation. Es bewegt mich zu sehen, wie sich eine Gruppe von Menschen zu einem Team entwickelt, das mit Leidenschaft etwas gemeinsames erschafft. Es ist überwältigend, wenn Menschen ihre persönlichen Beweggründe einer gemeinsamen Sache unterordnen und Hand in Hand an deren Verwirklichung arbeiten. In solchen Teams entsteht ein kollektives Flow-Erlebnis, dem sich kaum einer entziehen kann. Man hat das Gefühl, jeder glaubt an den Erfolg und ist entschlossen, sein Bestes dafür zu geben. Umso mehr plagt es mich, wenn immer wieder dieselben Managementfehler passieren und eine gesunde Entwicklung in der Organisation verhindern. Wer weiß – vielleicht müssen diese Fehler ja durchlaufen werden, um von einem emotionalen Tiefpunkt im Projekt durchstarten zu können? Für alle Fälle finden Sie in diesem Beitrag meine persönlichen Top-Ten, um Organisationsprojekte so richtig gegen die Wand zu fahren:

10 Tipps, um Organisationsprojekte erfolgreich gegen die Wand zu fahren

  • Setzen Sie die Verantwortlichen unter Termindruck. Mit engen Terminen stellen Sie sicher, dass möglichst wenige Betroffene ins Boot geholt werden. Damit vermeiden Sie die sowieso unnötigen Diskussionen um Meinungs- bzw. Wahrnehmungsunterschiede. Und: Sie behalten die vermeintliche Kontrolle über Budget und Termine.
  • Starten Sie mit einer Problem-orientierten Ist-Analyse. Fragen Sie immer zuerst danach, was nicht gut läuft. Damit fokussieren Sie die Aufmerksamkeit aller Beteiligten auf die Schwächen der Organisation. Sie stellen sicher, dass niemand auf die Idee kommt, sich auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen. Und das Beste: Die Veränderungsenergie wird so gering sein, dass die operative Arbeit kaum gestört wird.
  • Geben Sie möglichst kein zusammenfassendes Feedback. Halten Sie die Betroffenen im Unklaren. Das fördert zwar die Gerüchteküche, hält aber den Änderungsaufwand für die Konzeptionierer gering. Sie erhalten schon mit dem ersten Wurf ein Konzept aus einem Guss. Ohne lästige und zeitaufwändige Anpassung an unterschiedliche Wahrnehmungen der Beteiligten.
  • Lassen Sie das Konzept ohne Beteiligung der Betroffenen ausarbeiten. Hier können Sie Aufwand und Budget einsparen. Jeder Betroffene wird mit seinen individuellen Ansichten sowieso nur das Konzept verwässern. Außerdem: Wenn ein Außenstehender den Sollzustand konzipiert, kommt endlich frischer Wind in die Organisation. Bei der Umsetzung werden sich die Betroffenen schon an die neue Ausrichtung gewöhnen.
  • Vermitteln Sie das Konzept frontal mit mindestens 100 Powerpoint Slides. Hier gilt: Je mehr Input, desto weniger lästige Rückfragen. Halten Sie das Präsentationstempo hoch. Planen Sie ja keine Zeit für die Diskussion ein. Das Konzept steht. Basta!
  • Planen Sie keine Zeit für die Überarbeitung des Konzepts ein. Das wäre ja noch schöner: Sie planen knapp bei Budget und Terminen und wollen sich den Erfolg nicht durch unplanbare Überarbeitungsaufwände vermiesen lassen. Jede Überarbeitungsschleife würde den schönen Entwurf zerstören. Am Ende wären Sie womöglich bei einer Liste von rasch wirksamen Interventionen, die es auch getan hätten. Völlig undenkbar.
  • Schränken Sie die Zugriffsrechte auf neue Tools möglichst stark ein. Ganz wichtig: Wenn Sie im Rahmen der Organisationsentwicklung neue Werkzeuge (z.B. ein IT-System) einführen, achten Sie darauf, dass niemand außer den Konzeptionierern in der Lage ist, die Werkzeuge anzupassen. Das würde nur dazu führen, dass persönliche Arbeitsprozesse abgebildet werden. Sie wollen aber, dass die neuen, besseren Prozesse gelebt werden.
  • Lassen Sie die Betroffenen bei der Umsetzung des Konzepts alleine. In diesem Punkt gilt das Motto: Die Leute werden sich schon umgewöhnen. Durch die Unterstützung während der Umsetzungsphase könnte wiederum das sorgfältig ausgearbeitete Konzept verwässert werden. Das ist unbedingt zu vermeiden. Widerstände sind normal. Manche Mitarbeiter lernen eben nie, was wirklich gut für sie ist.
  • Vermeiden Sie persönlichen Kontakt zwischen den Beteiligten. Stellen Sie sich vor, was Sie hier an Reisekosten einsparen können. Diskussionen können auch per E-Mail geführt werden. Das spart richtig Geld. Und Sie können leichter die Kritiker ausschließen.
  • Betrachten Sie jegliches Feedback als persönliche Kritik. Wenn jemand mit einem Feedback zu Ihnen kommt, will er damit eigentlich sagen, dass Sie Ihre Arbeit nicht richtig gemacht haben. Das wirkt sich schlecht auf Ihr Selbstwertgefühl aus. Möglicherweise geben Sie dem anderen noch das Gefühl, er hätte mit seiner Wahrnehmung recht. Dann haben Sie wirklich keine Ruhe mehr, um am nächsten Konzept zu arbeiten.

Was sind Ihre Top-Ten? Ich freue mich auf weitere Anregungen und Kommentare!

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1 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Hey, die Tipps sind wirklich eine grosse Hilfe!
    LG
    Daniela vo BAROLINO

    chönd gern mal mis Blog Projekt bsueche: http://www.bonz.ch

 

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