Im Laufe meines (Arbeits-)Lebens bin ich immer wieder einmal an einem Punkt angekommen, an dem ich Kompetenzen hinter mir lassen musste, um die nächste Führungsebene zu erklimmen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als Softwareentwickler zum Projektleiter berufen wurde und feststellen musste, dass nicht mehr genügend Platz (Zeit) war, all die erlernten Programmierfähigkeiten noch weiter zu verfeinern. Stattdessen brauchte ich neue Fähigkeiten, um mein Team leiten zu können und unsere Arbeit an den Projektzielen auszurichten. Noch deutlicher geworden ist es bei meinem Wechsel in die Geschäftsleitung. Statt der Beratungskompetenz waren nun der Blick auf die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung und strategisches Denken gefordert.
In dieser Zeit habe ich erlebt, wie schwierig es manchmal ist, Kompetenzen loszulassen. Es bedeutet, sich von etwas zu trennen, das Sicherheit gibt. An die Stelle der Sicherheit tritt die Unsicherheit, die das Beschreiten von neuem Terrain nun einmal mit sich bringt. Statt der gewohnten Tools braucht es neues Rüstzeug, das man sich erst einmal aneignen muss. Das heißt, zunächst einmal mit leeren Händen dazustehen und die damit verbundene Unsicherheit aushalten zu müssen. Manch eine Führungskraft fällt in dieser Situation wieder in alte Muster zurück, weil sie sich damit sicherer fühlt. Statt zu Führen, greift sie wieder aktiv in das operative Geschehen ein. Mit dem Ergebnis, dass die Mitarbeiter verunsichert werden und sich nicht weiterentwickeln können.
Heute habe ich dazu das folgende Modell gefunden. Es zeigt eine Entwicklung von einem (IT-)Experten hin zu einem CIO auf und welche Kompetenzen in den einzelnen Entwicklungsstufen erforderlich sind (Leadership Competencies Journey).





